unser Revier lässt uns rätseln. Können wir wieder optimistisch
sein, oder kommen die Probleme erst noch? Tatsache ist, dass zumindest
das Kraut die Segelei bisher nicht so stark wie im vorigen Jahr behindert
hat. Das Wasser aber wechselt derzeit fast täglich sein Aussehen,
so ist immer die Frage: Trübt es sich jetzt wieder ein, oder bleibt
es noch lange klar? Fortschritte sind beim Schlamm zu vermelden, dafür
bietet der Wasserstand im Juli Anlass zur Sorge.
Genug Wasser unter dem Kiel hatte Rinnes Antares bei der Atlantik-Überquerung
im Herbst. Viele Clubmitglieder haben die Fahrt, über die in dieser
Ausgabe berichtet wird, in den regelmäßigen Berichten auf unserer
Internetseite www.scstm.de verfolgt.
Auch bei dieser Ausgabe ist es aus verschiedenen Gründen leider
nicht gelungen, den angepeilten Erscheinungstermin zum Saisonbeginn einzuhalten.
Hoffentlich schmälert die lange Wartezeit jetzt nicht mehr den Unterhaltungswert
der Ausgabe.
Der Herausgeber
Wann flaut es ab?
Olaf Wahrendorf gewinnt Seerose endgültig - und stiftet sie
neu
Einer Geduldsprobe glich die Regatta um die Silberne Seerose zunächst
am 3. Mai: Stürmischer Wind, in Böen bis zu neun Beaufort, führte
die Wettfahrtleitung um Wilhelm Nordmeier zu der Entscheidung, die Teilnehmer
zunächst an Land zu lassen.
Als es gegen 17 Uhr erste Anzeichen für ein Abflauen gab, entschloss
sich die Prahmbesatzung dann doch noch, für den Abend einen Start
anzusetzen. Von 18.30 Uhr an wurde bei gut fünf Windstärken eine
verkürzte Wettfahrt gesegelt.
Nach der Rückkehr vom Wasser hatte der SCStM zum Seglerabend geladen.
Hier machten sich die geringeren Teilnehmerzahlen - O-Jolle und Laser unter
40, Laser Radial sogar nur acht - deutlich bemerkbar. Das Freibier floss
in weitaus kleineren Mengen als in den Vorjahren.
Am Sonntag waren die Bedingungen nahezu ideal; fast den ganzen Tag
keine Wolke am Himmel und ziemlich konstanter Wind aus Südsüdwest
mit drei Windstärken. Da die Laser Radial, eine Jugendversion des
Standardbootes mit verkleinerter Segelfläche, dem Feld immer deutlich
hinterhersegelten, wurden sie in den beiden Sonntagswettfahrten jeweils
eine Runde vor Schluss ins Ziel geholt.
Bei den O-Jollen erwarb sich Olaf Wahrendorf (TSG) mit seinem Gesamtsieg
das dritte Anrecht auf die „Silberne Seerose“ und gewann sie damit endgültig.
Allerdings stiftete er sie sogleich wieder neu. Bester Steinhuder war Uwe
Kuhlmann (SLSV) auf dem dritten Platz, aus dem SCStM kam Detlef Munke auf
Platz 14 und Alfred Zerfass auf Platz 34 bei 39 Meldungen. Die Regatta
der Laser gewann Thomas Spangenberg (TSG). Bester Steinhuder und zugleich
Gewinner des Mastercups für Segler über 35 Jahren wurde Uwe Bredthauer
(SLSV). Gewinner in der Klasse Laser Radial wurde Stefan Koppin (WSV 1921).
Nach der Wettfahrtserie zogen die Organisatoren eine positive
Bilanz der Veranstaltung. Auf dem Wasser ging alles glatt, die Auswertung
wurden deutlich dadurch beschleunigt, dass ein Laptop zur Verfügung
stand. Damit konnten die Daten der nachmeldenden Teilnehmer gleich im Regattabüro
nachgetragen werden. Die Prahmcrew nahm den Computer dann mit aufs Wasser
und konnte gleich nach dem Zieldurchgang die Einlauflisten übertragen.
Auch die Landcrew um Henning Langrehr und Janina Wruck war zufrieden, obwohl
Jane Opitz in diesem Jahr nur bis Freitag zur Verfügung stand. Zu
überlegen ist, ob im nächsten Jahr für die Segler ein größeres
Angebot auch an warmen Speisen bereit gehalten werden soll - falls sie
wieder unerwartet an Land bleiben.
sok
Detlef Munke neuer Grundstückswart
Bei der Hauptversammlung des SCStM am 2. Februar ist Detlef Munke zum
neue Grundstückswart gewählt worden. Er folgt Manfred Schröder,
der jetzt auf der Ostsee segelt und das Amt in Steinhude deshalb abgeben
wollte. Der 1. Vorsitzende Dieter Nordmeyer dankte Schröder für
seine 15-jährige Tätigkeit. Zugleich kündigte er an, dass
auch er und sein Stellvertreter Niels Schlieker mittelfristig ihre Ämter
in andere Hände geben wollen.
Kontroverse Diskussionen gab es bei der Versammlung nicht. In Nordmeyers
Bericht dominierte das Thema Kraut im Steinhuder Meer, man war sich einig,
dass Handeln dringend notwendig ist.
Dorit Meister wurde in der Versammlung für 25-jährige Mitgliedschaft
mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Der SCStM hatten einige Austritte
zu verzeichnen, allerdings wurden auch sieben neue Mitglieder aufgenommen.
Sie stellen sich auf den hinteren Seiten dieser Ausgabe vor. Zudem gibt
es bereits vier neue Anwärter für die Aufnahme im nächsten
Jahr.
sok
Gerader Steg, hartnäckiges Kraut
Der Stegaufbau hat sich im März unproblematisch gestaltet. Bei
ruhigem Wetter kamen die Stegbauer rasch voran, so dass sich frühzeitig
ein Teil der Truppe damit beschäftigen konnte, das Kraut aus dem Hafen
zu beseitigen. Über den Winter war allerhand Wasserpest angespült
worden, die bei den Stürmen auch noch stark verdichtet wurde und den
Durchfluss zum SCHan völlig blockierte. Mit den ersten wärmeren
Tagen hatte sich zudem ein übler Geruch entwickelt, weil das Kraut
zu gären begann.
Die Räumung beim Stegaufbau hielt allerdings nicht lange an. Um
zur Seerose ein ansehnliches Bild zu bieten, war knapp einen Monat später
bereits wieder eine zweite Räumaktion notwendig. Nun sprießt
das Schilf im Hafen schnell, und darin bleiben immer wieder treibende Krautinseln
hängen. Es wird wohl immer öfter notwendig sein, sich Forke und
Wathose zu schnappen und den Durchfluss frei zu halten.
Ungewohnt ist in diesem Jahr der Anblick des Hafens auf der Südwestseite:
Der ehemalige Wandersegler-Steg ist nach der Auflösung des Vereins
und dem Bau eines Privathauses nun wesentlich kürzer geworden.
sok
STEINHUDER MEER: Zweite Polderfläche am Nordufer
gekauft
Wie schnell wächst das Kraut?
Diesmal sollte alles rechtzeitig losgehen, doch der grüne Gegner
war noch gar nicht da. Die Bezirksregierung hat auf die Stimmung am Meer
reagiert und das Mähboot schon Ende März gegen die Wasserpest
eingesetzt. Dabei musste sie allerdings feststellen, dass das Kraut noch
nicht im erwarteten Ausmaß gewachsen war. Mitte Mai wurde der Einsatz
zunächst abgebrochen, weil wegen der niedrigen Wassertemperatur noch
zu wenige Felder gewachsen waren.
Dass sich das Problem dennoch noch nicht erledigt hat, ist auch klar.
So ist auch vor unserem Steg auf dem Grund eine dichte Matte an Wasserpflanzen
zu erkennen, die mit Sicherheit an die Oberfläche streben wird, sobald
die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen. Eine um Ostern
deutliche Eintrübung des Wassers, die auf ein gehemmtes Wachstum in
diesem Jahr hoffen ließ, hat sich mittlerweile wieder erledigt:
Wie in den letzten zwei Jahren auch ist der Grund jetzt wieder gut zu erkennen.
Schlamm wird gepumpt: Wie angekündigt ist in diesem Frühjahr
Schlamm vom Nordufer in den Polder bei Großenheidorn-Strand gepumpt
worden. Weil er dort schnell trocknet, kann der Polder in diesem Jahr 50
000 Kubikmeter und damit mehr Schlamm aufnehmen als erwartet.
Mittlerweile wird vom Nordufer auch der Erwerb einer zweiten Polderfläche
vermeldet. Einige Mardorfer Grundeigentümer konnten zum Verkauf von
insgesamt 10 Hektar Fläche an das Land bewegt werden, die etwa 100
000 Kubikmeter aufnehmen könnten.
Für ein umfassendes Sanierungskonzept sind die Nutzer des Meeres
im Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium.
Von einer guten Atmosphäre wird dort berichtet, doch konkrete Ergebnisse
liegen bisher nicht auf dem Tisch.
sok
„Modellprojekt“ geplant
Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer verfolgt weiter ihr Ziel, die Bildung
einer Organisation am See voranzutreiben, die die notwendigen Maßnahmen
zur Sanierung bündeln soll. War bei der Mitgliederversammlung im Herbst
noch von einer gemeinnützigen GmbH die Rede, ist jetzt, folgt man
dem Satzungsentwurf auf der Homepage der Notgemeinschaft, eher an die Gründung
eines Vereins gedacht. In dem „Modellprojekt Steinhuder Meer e.V.“ sollen
sich das Land, Kommunen und Nutzergruppen zusammenschließen. Der
Verein könnte Fördermittel etwa der EU einwerben und gezielt
einsetzen. Unklar ist noch, ob auch auf die Mitglieder der Segelvereine
dadurch höhere Kosten zukommen.
sok
Die Notgemeinschaft informiert unter www.ng-stm.de/modellprojekt über
ihr Vorhaben.
Die große
Überfahrt
Mit „Antares“ über den Atlantik
von Hans Wetzig
Viele Leser wissen sicher etliches von unserem Törn - doch noch ein mal zur Erinnerung: Ingrid und Jürgen Rinne und ich nahmen mit Rinnes Halberg-Rassy 34 „Antares“ an der etwa 2800 Seemeilen langen ARC-Regatta 2002 von Las Palmas nach St. Lucia teil. Der Start war auf Sonntag, den 24. November, um 13 Uhr festgelegt. Die Mehrzahl der 225 Teilnehmer waren Tourenyachten, etliche wurden jedoch von Regattacrews mit entsprechendem Ehrgeiz und Equipment gesegelt. Die Wertung erfolgte nach einem Handicapsystem und berechneter Zeit. Es wurde sowohl eine Gesamtplatzierung als auch eine Wertung innerhalb einer Gruppe vorgenommen. In der Zusammenstellung der Gruppen konnten wir allerdings keine Logik erkennen. Die Problematik von Wertungen nach Handicap ist zwar allgemein bekannt; war den meisten Teilnehmern aber eher unwichtig. Die große Mehrheit suchte so wie wir Sicherheitsgewinn durch eine größere Gruppe.
Unsere Vorbereitungen
Ganz gleich, wie lange, wie intensiv und mit wie viel Erfahrung man
segelt - eine Atlantiküberquerung ist fraglos etwas besonderes. Ohne
gründliche Vorbereitung ist ein solches Unterfangen mindestens leichtsinnig,
wenn nicht sogar gefährlich. Nicht von ungefähr beschäftigte
sich die Zeitschrift „Die Yacht“ unlängst in einem Spezial unter dem
Titel „Mythos Atlantik“ ausführlich mit diesem Thema. Wir besuchten
Anfang des vergangenen Jahres zunächst das vom Veranstalter angebotene
Seminar in Düsseldorf. Etwas verwundert hat uns dabei, dass für
die potenziellen Teilnehmer eine seegehende Yacht erst bei 42 Fuß
anzufangen scheint. Nur wenige Yachten hatten wie wir 34 Fuß oder
waren gar noch etwas kleiner. Aber Seetüchtigkeit hat ja bekanntlich
nur wenig mit der Schiffsgröße zu tun. Wir entschieden
uns mitzumachen; Jürgen und Ingrid nahmen dann das Ausrüsten
der „Antares“ für diesen Törn in Angriff. Im Mai machten wir
noch als Generalprobe einen Törn im Mittelmeer. Diese verlief erfolgreich,
und ich wollte dann im November rechtzeitig vor Ort sein.
Jürgen aber musste unplanmäßig kurz vor
Regattabeginn dringend nach Hannover, und so flogen wir gemeinsam
am Mittwoch vor dem Start nach Las Palmas. Wir hatten bei dieser Gelegenheit
schon jede Menge an Verpflegung mitgebracht, für einen so langen
Törn aber sicher nicht genug. So verbrachten wir den Donnerstag und
Freitag mit dem Einkaufen von Lebensmitteln sowie den letzten Vorbereitungen.
Vielleicht war die Mengenkalkulation für unser Essen dann doch etwas
zu üppig ausgefallen, denn als alles mühevoll verstaut war,
kamen Jürgen erhebliche Bedenken: Die Wasserlinie der „Antares“ spiegelte
eine gewisse Überladung wieder. Siegesambitionen, so diese dann bestanden
hätten, erhielten dadurch einen kleinen Dämpfer. Aber wie dem
auch sei, sicher war immerhin, auch ein Abstecher nach Rio hätte bei
uns weder Hungerödeme noch Skorbut auslösen können!
Die Startphase
Samstagmittag war dann alles geschafft; wir waren bereit. Nun
war nur noch Warten angesagt. Sonntag um 10 Uhr hieß es dann endlich
Leinen los. Wir hatten bezüglich des Starts dabei durchaus gemischte
Gefühle, denn in den Segelanweisungen stand unter anderem, dass ein
Anker zur Schadensbegrenzung bei möglichen Kollisionen nicht am Bug
zu fahren sei. Die Startlinie war eine Seemeile lang, als Startraum stand
ein Gebiet von der Größe eines Viertels des Steinhuder Meeres
zur Verfügung. Und dann über 200 Yachten, etliche 50 Fuß
und größer! Wie das gehen sollte, war uns nicht recht
klar.
Etwa eine Stunde vor dem Start schlief der Wind fast völlig
ein. Von der Richtung her ergab sich ein Raumwindstart, was die große
Masse der Yachten nicht daran hinderte, sich in Luv gegenseitig den wenigen
Wind streitig zu machen. Wir hingegen fuhren völlig unbedrängt
und pünktlich weit in Lee über die Linie und ergötzten uns
daran, dass viele deutlich größere Yachten bald klar hinter
uns lagen. Der Wind blieb schwach und löcherig, doch unser Speed
war gemessen an dem der anderen ausgesprochen gut. Eigentlich machte uns
nur die sengende Sonne etwas zu schaffen, und so nahmen wir gegen 17 Uhr
erfreut einige Kabellängen voraus einen Brisenstrich wahr.
Dieser entwickelte sich dann aber innerhalb kürzester Zeit zu einem
kräftigen Wind mit vollen sechs Windstärken, leider aus Südwest.
So war Reffen und Segeln hoch am Wind mit Ölzeug und Seestiefeln angesagt.
Die große Atlantikwelle bescherte uns so manche Dusche, und wir wurden
kräftig durchgeschüttelt. Unser Frischobst auch, denn dieses
hatten wir kunstvoll unter der Kajütdecke in ein dort befestigtes
Netz gestaut. Nun kullerten Äpfel, Zitronen und anderes natürlich
heraus und verteilte sich blitzartig im Schiff. Immerhin kam dies, wenn
auch sicher nur minimal, dem Schwerpunkt zu gute. Die pechschwarze Nacht
tat ein übriges, um unsere anfänglich fast euphorische Stimmung
etwas zu dämpfen. Waren wir wirklich auf der vielbeschriebenen Barfußroute?
Bei diesem stürmischen Ritt Richtung marokkanischer Küste konnten
da schon Zweifel aufkommen.
Die Überfahrt
Der erste volle Tag bescherte uns viel Wind und keine Sonne. Immer
noch auf der Backe liegend bolzten wir Richtung Afrika. Doch die folgende
Nacht war moderat, der Wind ließ nach, und am nächsten morgen
erreichten wir die Barfußroute tatsächlich: drei Beaufort aus
Nordost. Wir trockneten unsere Sachen, klarierten alles wieder, nahmen
eine Dusche mit Seewasser und waren gespannt auf die nun vor uns liegende
Passat-segelei. Die Bordroutine mit je drei Stunden Wache spielte
sich schnell ein. Zwei Tage lang sahen wir noch - in großer Entfernung
mit uns laufend - weitere Teilnehmer. Dann waren auch diese verschwunden.
Das riesige Feld hatte sich innerhalb von 48 Stunden total auseinandergezogen.
Vom Segeln selbst ist eigentlich nicht viel zu berichten. Nach zwei
Tagen bargen wir das Groß, setzten das zweite Vorsegel und fuhren
diese passattypisch in Schmetterlingsform. Nur zwischendurch mussten wir
noch einmal kurzzeitig die Segelführung ändern und das Groß
setzen. Aber das war’s dann auch schon, und die letzten sieben Tage
- und das ist kein Seemannsgarn - haben wir weder Schoten noch Pinne angefasst!
Die Windrichtung änderte sich nur minimal, so dass der Generalkurs
immer stimmte. Die Windstärke schwankte zwischen vier und fünf
Beaufort, selten mehr, manchmal leider etwas weniger. Die Windsteueranlage
versah ihren Dienst perfekt, wir brauchten nicht einzugreifen. Nervig war
die Schaukelei. Bei drei bis vier Metern Wellenhöhe und achterlichem
Wind rollte die „Antares“ pausenlos. Das erschwerte das Bordleben doch
ganz erheblich; allein das Essen wurde jedes Mal zu einem Balanceakt.
Die Navigation ist heute ja dank GPS zum Kinderspiel geworden, trotzdem
aktivierten wir unseren Sextanten und bestimmten trotz der großen
Schaukelei unseren Ort. Wir lagen allerdings fünf bis zehn Seemeilen
daneben. Ich denke aber, dass bei regelmäßiger Nutzung des Sextanten
diese Abweichung um etwa die Hälfte zu reduzieren ist. Und dann kann
man bei 2800 Seemeilen Törnlänge sicher gut damit leben.
Unsere Etmale waren während der gesamten Überfahrt sehr gleichmäßig,
im Regelfall lagen sie zwischen 150 und 160 Meilen. Der Ausreißer
nach unten war 134, der Rekord lag bei 166 Seemeilen.
Getrübt wurde unsere Stimmung durch zwei Unglücksnachrichten
- einmal über einen Todesfall und zum anderen über den Verlust
einer Yacht. Bei der britischen 51-Fuß-Yacht „Toutazimut“ ertrank
der über Bord gegangene Skipper trotz angelegtem Lifebelt. Nach unseren
Informationen konnte der einzige Mitsegler (sein Bruder!) die Yacht nicht
aufstoppen, so dass es zu diesem tragischen Ende kam. Die Umstände
des Yachtverlustes wurden uns nie recht klar, offenbar waren massive Probleme
an der Ruderanlage eine Hauptursache. Die Besatzung jedoch konnte rechtzeitig
abgeborgen werden.
Natürlich haben wir uns auch mit Fischfang beschäftigt. Die
erste Erfahrung war eher ungewöhnlich, denn ein recht großer
fliegender Fisch landete während Ingrids Nachtwache direkt in
ihrem Schoß. Jürgen beförderte ihn dann mit einiger Mühe
wieder außenbords. Der nächste Fisch ging an die Schleppangel
und wurde von Jürgen mehr oder weniger waidgerecht getötet. Ich
selber - ohnehin kein Fan von Fischgerichten - hatte Freiwache und konnte
mich daher problemlos der Nullserie in Sachen Fischfang entziehen. Beim
dritten Mal gingen wir planmäßig vor. Ein kapitaler Bursche
mit Furcht erregendem Gebiss zappelte an der Angel. Wir verfuhren strikt
nach der Anleitung aus der Zeitschrift „Blauwasser“. Dort wurde empfohlen,
dem Kameraden einen kräftigen Schluck Schnaps einzuflößen.
Wir wählten Raki, aber der Fisch schien diese Marke nicht besonders
zu mögen und wand sich heftig. Obwohl er deshalb nur einen kleinen
Schluck genoss und etliches dieses schönen Getränks in den Atlantik
plätscherte, wurde er sofort deutlich ruhiger. Als er dann im Cockpit
lag, schüttete ich ihm noch je einen doppelten Raki hinter die Kiemen,
und Minuten später war er dann entweder im totalen Delirium oder schon
ganz tot. Die Schnapsmethode scheint offenbar für alle Beteiligten
- Fisch und Angler - sehr entspannend zu sein. Ingrid hatte in Las Palmas
Kenntnis von einem interessanten Sushirezept erhalten und verarbeitete
unverzüglich das eine Filet zu dieser Spezialität. Das andere
Filet wurde dann gebraten, und ich bekenne gern, es schmeckte hervorragend.
Zur Größe: von dem gebratenen Filet allein wurden wir alle drei
ohne weitere Beilage pappsatt!
Die Kommunikation war der wohl einzige negative Punkt dieses Törns.
Die Verbindung über Kiel Radio war ab und an nicht möglich, häufig
schlecht und fast immer total überlastet. Wir beschränkten die
E-Mails auf ein Minimum, um wenigstens die Wetterberichte und die Mails
der Regattaleitung empfangen zu können. Viele Teilnehmer hatten zusätzlich
noch ein Iridiumtelefon an Bord, was die Kommunikationsmöglichkeiten
klar verbesserte. Jürgen hatte noch in Las Palmas mit vier weiteren
deutschen Yachten eine tägliche Funkrunde über Kurzwelle abgesprochen.
So tauschten wir uns regelmäßig über die - glücklicherweise
kleinen - Alltagsprobleme aus. Nur die an unserer Gesprächsrunde
mitbeteiligte Bremer Yacht „Monsun“ hatte schon nach wenigen Tagen echten
Kummer. Ein irreparabler Schaden an der Selbststeueranlage zwang das Eignerehepaar,
etwa zwei Wochen lang bis zum Ziel von Hand zu steuern. Wir alle bedauerten
die beiden echt und munterten sie, so gut es ging, auf. Respekt an dieser
Stelle noch einmal für eine solche Leistung!
Imponierend, so unser aller Empfinden, war fraglos der Eindruck von
der Weite eines Ozeans. Das wochenlange Leben im Gleichklang mit dem Meer
ist eine Erfahrung, die es Wert ist, gemacht zu werden. Alltagsprobleme
scheinen mit jedem Tag unbedeutender zu werden, und man konzentriert seine
gesamte Energie auf das Erreichen des gesteckten Zieles. Der Respekt vor
der Natur war uns immer gegenwärtig, auch wenn die Passatsegelei ja
eine eher einfache Übung war. So beeindruckend die von achtern anrollenden
Wellen auch waren - die „Antares“ hob lediglich das Heck entsprechend an,
die Welle lief durch, und das war schon alles. Nur sehr selten wischte
eine quer laufende Schaumkrone in das Cockpit. Die viel beschriebenen tropischen
Gewitter waren eher schwach, es lohnte sich oft kaum, die Schotten einzuschieben,
da die Regenmengen gering waren. So zogen die Tage und Nächte dahin,
und sicher war, dass irgendwann demnächst Land „im Wege“ liegen würde.
Am Ziel
Am 12. Dezember um 15.45 Ortszeit, nach gut 18 Tagen - es ist soweit!
Land in Sicht! Wir nehmen an Steuerbord Martinique wahr. Wenige Minuten
später sehen wir St. Lucia voraus. Wir schätzten noch etwa fünf
Stunden bis zur Ziellinie in der Rodney Bay und bedauerten, bei Dunkelheit
durchs Ziel zu gehen. Laut Segelanweisungen sollten wir auf St. Lucia ein
Feuer mit zwei Blitzen sehen; in der Seekarte waren jedoch fünf
Blitze angegeben. Was war richtig? Wir wissen es nicht, denn entweder gab
es das Feuer nicht mehr oder es war nicht an. Da kommt Freude auf, zumal
das Ansteuern der Rodney Bay recht kniffelig war. Aber nach diversen Stressmomenten
packten wir es. Wir segelten nur mit der Genua zum Ziel, das Groß
ließen wir unten, da in der Bay viele Yachten vor Anker lagen.
Wir mussten sehr hoch am Wind segeln, um das Zielschiff zu erreichen, und
ich versuchte, Höhe zu knüppeln. Endlich war alles eindeutig,
wir sahen das angekündigte gelbe Licht des Zielschiffes. Einigermaßen
sicheres Anliegen war möglich. Leider war das Lichtsignal am Heck
angebracht, und so musste ich urplötzlich noch höher ziehen,
um klar zu bleiben. Reine Nervensache, aber es gelang, wir passierten die
Linie - geschafft! Der nächste Schreck folgte Sekunden später,
denn direkt vor uns ein Ankerlieger! Aber auch den umschifften wir, bargen
die Genua und starteten die Maschine. Nach einigen aufregenden Ehrenrunden
bei Dunkelheit zwischen den zahlreichen Ankerliegern erfuhren wir per Funk
vom Hafenbüro unsere Liegeplatznummer. Doch wo war dieser Platz? Nerviges
Suchen folgte, dann endlich - das Empfangskomitee des ARC schwenkte ein
Licht, und wir erkannten unsere Box. Die Leinen wurden angenommen,
das Komitee überreichte uns zur Begrüßung ein großes
Glas Rumpunsch sowie einen Früchtekorb und beglückwünschte
uns zur gelungenen Überfahrt.
Zurück in der Kajüte köpften wir dann umgehend unsere
Magnumflasche Ankunftssekt und stießen auf die glückliche und
heile Ankunft an. Die Anspannung fiel langsam ab, und ein seltsames Gefühl
von Aufgekratztheit bei gleichzeitiger Müdigkeit machte sich breit.
Wir labten uns zufrieden am Sekt und genossen, dass die Gläser
nicht mehr vom Tisch rauschten! Die Schaukelei war endgültig Vergangenheit,
und eine ruhige Nacht stand bevor. Wir waren also wirklich angekommen und
lagen vertäut im Hafen! Der Rumpunsch jedoch hatte offenbar schon
gute Vorarbeit geleistet, denn die Müdigkeit gewann bald die
Oberhand über uns. Wir fielen erschöpft in die Kojen.
St. Lucia / Rodney Bay
Einige Tage blieben mir noch bis zum Rückflug. Wir nahmen eine
Generalreinigung der „Antares“ vor. Nach und nach kamen noch etliche andere
Yachten herein. Wir hatten als 123. die Ziellinie passiert. Nach berechneter
Zeit erreichten wir von 225 Teilnehmern den 43. Platz, in unserer Gruppe
von 18 wurden wir 4. Wir hätten sicherlich noch etwas weiter vorne
liegen können, allerdings mit der Konsequenz, das Groß
zu setzen und damit das Risiko und den Stress deutlich zu erhöhen.
Besonders die Halsengefahr ist bei dem ständigen Rollen groß
und auch mit gesetztem Bullenstander nicht immer spaßig. Daher waren
wir mit unserer Platzierung schließlich doch sehr zufrieden.
Aufregend war dann die Fahrt zum Flughafen. Als Busse sind in
St. Lucia ausschließlich Zwölfsitzer im Gebrauch. Abgesehen
davon, dass alle Autos dort auf der falschen Straßenseite fahren
(Linksverkehr), schien der Fahrer wohl Formel-1-Ambitionen zu haben. Als
einziger Weißer saß ich eingepfercht zwischen - sehr freundlichen
- Farbigen und hoffte, heil am Flughafen anzukommen. Das war dann auch
der Fall, und der Rückflug nach Deutschland war Routine.
Ingrid und Jürgen haben noch etwas die Karibik erkundigt
und sind dann während der Hurrikansaison nach Hause gekommen. Wie
es sich in der Karibik lebt, werden wir von den beiden sicher im nächsten
„Verklicker“ erfahren.
Der Sportsegelschein ersetzt die bisherigen DSV-Scheine
Clubs dürfen wieder prüfen
Wieder hat eine neuer Segelschein das Licht der Welt erblickt. „Sportsegelschein“
heißt die Neuerfindung des DSV, die die ganze Palette der bisherigen
Verbandsscheine von A über BR und BK bis zum C-Schein ersetzt. Damit
ist das Ende der beiden parallel bestehenden Führerscheinsysteme gekommen.
Die große Neuerung: Ausschließlich die dem DSV angeschlossenen
Vereine sollen die Prüfungen für den Sportsegelschein abnehmen.
Unangetastet bleiben die vorgeschriebenen und freiwilligen amtlichen
Führerscheine Sportbootführerschein Binnen, Sportbootführerschein
See, Sportküstenschifferschein (SKS), Sportseeschifferschein (SSS)
und Sporthochseeschifferschein (SHS).
Der Sportsegelschein umfasst die Grundausbildung im Jollensegeln. Seemannschaft,
Ausweichregeln, Seezeichen, Wetterbeobachtung und die Wettfahrtregeln werden
zum Beispiel im theoretischen Teil abgefragt. Bei der praktischen Prüfung
sind außer Segelmanövern auch Knoten vorzuführen. Einen
Motorteil umfasst der Schein nicht. Die Bewerber müssen mindestens
14 Jahre alt sein.
Die Wettsegelordnung ist bereits so geändert worden, dass der
neue Schein als Befähigungsnachweis zum Regattasegeln ausreicht. Doch
auch bei Vercharterern wird der Schein als Nachweis der Segelerfahrung
willkommen sein.
Ziel der Führerscheinreform war unter anderem, die Vereine zu
stärken, indem sie wieder eine größere Rolle bei der Segelgrundausbildung
bekommen und damit für Segelanfänger eine Vereinsmitgliedschaft
frühzeitig attraktiv wird. Die Vereine können nun selber Prüfungskommissionen
aus drei Personen bilden und die Scheine mit relativ wenig bürokratischem
Aufwand ausstellen. So können sie auch selber die Gebühren festsetzen.
Die alten DSV-Scheine, die immer seltener nachgefragt worden waren,
werden seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr ausgestellt. Sie gelten aber
in vollem Umfang und unbefristet weiter. Weiterhin erteilt wird dagegen
der Jüngstensegelschein.
sok
Bei der Dickschiffregatta am 24. Mai hat das Ehepaar Herrig vom SCHan
mit seinem P-Boot erneut den Siegerpokal gewonnen. Auch auf die Plätze
2 und 3 kamen nach berechneter Zeit Crews vom Nachbarverein. Beste Mannschaft
vom Veranstalter waren Ina und Dieter Sokoll mit der M 22, die damit auch
den Biga-Pokal gewannen.
Bei gutem Wetter und wenig Wind gab es einige Zwischenfälle auf
der Regattabahn: Das Ehepaar Frucht hatte gerade gewassert und eifrig noch
alles klar
gemacht. Mit sechs Minuten Verspätung gingen sie noch über
die Startlinie. Dank einer Zeitgutschrift, die Wettfahrtleiter Hans Wetzig
ihnen gewährte, erreichten sie noch den siebten Platz.
Dieter Nordmeyer lief mit seiner Sprinta vor dem HYC auf Grund, konnte
aber mit kräftigem Stakeneinsatz freikommen.
Familie Müller mit der Hai 710 vertörnte sich in der Startlinienbegrenzungstonne.
Nur durch Streichen der Segel, Ausklappen der Badeleiter und Genuss eines
Bades konnten sie die Tonne wieder freiknoten und lossegeln. Es wurde auch
Zeit, da Herrigs dieser (als Tonne 3 gedachten) Marke schon sehr nahe kamen.
Das Kaffetrinken zur Siegerehrung kam gut an; alle haben fröhlich
mitgeholfen.
Der SCHan hat sich ausdrücklich und mit netten Worten bedankt
und eine Gegeneinladung ausgesprochen.
hw/sok
Das Ergebnis:
1. Herrig / Herrig, P-Boot (SCHan)
2. Gorges / Rohde, Neptun 22 (SC Han)
3. Veldmann / Veldmann, Hansa-Jolle (SCHan)
4. Sokoll / Sokoll, M 22 (SCStM)
5. Siemens / Kischke, P-Boot (SCHan)
6. Unrau / Unrau, P-Boot (SCStM)
7. Frucht / Frucht, Dehlya 22 (SCStM)
8. Zulauf / Zulauf, HD 20 (SCHan)
9. Scheffel / Hogrefe-Scheffel, M 22 (SCStM)
10. Brokate / Lange, Happy-Sailing (SCStM)
11. Nordmeyer / Spitta, Sprinta 70 (SCStM)
12. Pahl / Jahn, Biga 24 (SCStM)
13. Lücke / Lücke, Neptun 20 (SCStM)
14. Müller / Müller, Hai 710 (SCStM)
Vom 29. bis 31. August wollen wir ein Segelwochenende auf unserem Clubgrundstück anbieten. Dabei soll es sowohl um die einfachsten Grundlagen und Techniken des Segelns gehen, als auch darum, den Spaß am Segeln zu entdecken.
Willkommen sind alle Kinder und Jugendliche aus unserem Club, egal,
wie der bisherige Kenntnisstand ist. Wir haben verschiedene Bootstypen,
vom Opti über Pirat bis hin zum P-Boot zur Verfügung.
Ansprüche und Programm sollen sich ganz nach den Teilnehmern richten.
Auf jeden Fall werden aber Theorie und Knotenkunde und natürlich Segeln
zum Programm gehören.
Schlafen wollen wir in Zelten auf unserem
Clubgrundstück. Kochen und Essen gemeinsam in der Messe oder draußen.
Wir wollen spielen, lernen und zusammen Spaß haben.
Also nimm Dein Geschwisterchen oder auch Freund oder Freundin mit und melde Dich an bei Jugendwart Henning Langrehr unter Telefon (0 50 31) 95 91 82 oder per E-Mail an h.langrehr@t-online.de
Viele Grüße
Henning Langrehr
2002 begann meine Regattasegelei verletzungsbedingt erst in der zweiten
Jahreshälfte, doch keinesfalls schlechter als im Jahr zuvor. Nachdem
„Piefke“ im neuen Glanz erstrahlte, hatte die segelfreie Saison bei mir
mehr Probleme bereitet als erwartet. Jedenfalls habe ich von dem halben
Jahr Zwangspause seglerisch profitiert; glaube ich jedenfalls.
Im Frühjahr zur Silbernen Seerose habe ich die Regattaleitung
auf dem Prahm unterstützt und die Veranstaltung aus einer anderen
Perspektive gesehen; dabei stellte ich fest, dass nach den Meisterschaften
die Silberne Seerose eine qualitativ gut besuchte Regatta ist und im Regattakalender
nicht nur in Deutschland, sondern auch in Holland große Beachtung
findet. Dies wird auch durch die guten und erfolgreichen O-Jollensegler
unterstützt, die in Steinhude zu Hause sind wie z.B. Uwe Kuhlmann,
zum Jahresende 1. der deutschen Rangliste, der 3. Axel Forstmann usw. Ich
bin immer wieder beeindruckt, wie unsere Vereinsmitglieder unsere O-Jollies
mit dieser Veranstaltung unterstützten, auch wenn wir das Siegertreppchen
noch verfehlen.
Mit meinen Ergebnissen und den resultierenden Ranglistenpunkten platzierte
ich mich in der nationalen Rangliste, in der immerhin 138 Teilnehmer aufgeführt
sind, auf Platz 39. Mit diesem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Für
die Zukunft sind mit dem Erlernten und der Erfahrung bei konzentriertem
Segeln bestimmt noch erfolgreiche Regattaergebnisse und viel Segelspaß
zu erwarten.
„Seit Januar 2003 sind wir, Wolfgang Probst (unten) und
Joachim Schultz, offizielle Mitglieder im SCStM.
Wir, die wir Jugendfreunde sind, haben uns bereits früh für
den Wassersport begeistert, so dass wir während unseres Studiums
rege Hobbysurfer wurden. Als die Anfahrt anspruchsvollerer Surfgebiete
uns mit Job und Familie zu zeitintensiv wurde, entdeckten wir für
uns den Segelsport.
Im Sommer 2000 machten wir gemeinsam den Sportbootführerschein
Binnen auf dem Maschsee. Joachim ließ noch den Sportboot-See und
BR-Schein folgen, um auch Jachten auf dem Meer segeln zu können.
Im darauf folgendem Jahr kauften wir dann einen Korsar, da das sportliche
Segeln mit Trapez unsere Leidenschaft ist. Nach einer Saison am Stegplatz
des Akademischen Segelvereins in Mardorf wechselten wir 2002 auf Anregung
von Wolfgangs Bruder Peter Probst hierher zum SCStM.
Der unkomplizierte Umgang, das Gelände und die angenehme Atmosphäre
hier sagten uns gleich zu, und so freuen wir uns über die freundliche
Aufnahme.
Wir beide leben in Hannover. Joachim Schultz ist dort als Architekt
tätig, Wolfgang Probst lebt mit seiner Frau und seinen drei
Kindern zusammen und arbeitet in Hildesheim als Berufsschullehrer mit lernbehinderten
Jugendlichen.“
Wilhelm Unrau, Jahrgang 1937, und seine Frau Erika aus Hagenburg sind
mit der Auflösung unseres Nachbarvereins Vereinigung Steinhuder Wandersegler
(VStW) zu uns gekommen. Sie waren dort seit 1976 als Mitglieder.
Unraus segeln ein Kunststoff-P-Boot (Neptun 21).
Wilhelm Unrau ist Diplom-Agraringenieur im Ruhestand.
„Ich möchte mich Ihnen und euch kurz vorstellen. Ich heiße
Jörg Kebe-Klappheck und bin 41 Jahre alt. Gemeinsam mit meiner Ehefrau
Ulrike und meinem beiden Töchtern Frauke und Nele wohnen wir in Extertal
(Kreis Lippe), etwa 50 Minuten vom Steinhuder Meer entfernt.
Ich bin von Beruf Diplom-Heilpädagoge und arbeite als Erziehungsleiter
im Westfälischen Kinderdorf „Lipperland”, eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung
mit etwa 170 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Meine Segelkarriere begann ich auf einem Piraten in einem Verein am
Schieder See, einem kleinen Stausee im Südosten Lippes.
Ich habe die gängigsten Segelscheine und vor vielen Jahren die
Fachübungsleiterausbildung Segeln gemeinsam mit vielen andern niedersächsischen
Jugendleitern absolviert.
Im letzen Jahr habe ich mir eine neue O-Jolle (GER 1418) gekauft und
möchte gerne zukünftig, wenn mein Beruf es erlaubt, mehr ins
Regattasegeln einsteigen.
Bisher habe ich im Verein viele nette Menschen kennen gelernt und wünsche
weiterhin eine gute Clubkameradschaft“
Als neue Mitglieder stellt sich die Familie Reinhard, Sylvia, Katharina
und Carolin Müller vor:
„Während ich als ,Sales Consultant’ im Vertrieb komplexe IT-Projekte
verkaufe und manage, ist meine Frau als Hausfrau tätig und betreibt
eine Firma für Bürodienstleistungen. Zu unserer Familie gehören
noch unsere Töchter Katharina (13 Jahre) und Carolin (12 Jahre).
Wir wohnen etwa 20 Kilometer westlich vom Steinhuder Meer in Horst,
das liegt zwischen Neustadt und Garbsen. Dort kümmern wir uns um Haus,
Garten und einige Haustiere (Kater, Kaninchen, Meerschweinchen, Fische
und ein Pferd) und sind kirchlich sowie sozial engagiert.
Während meine Frau als Jugendliche das Segeln in den siebziger
Jahren auf einer Berliner Jolle von 1936 entdeckte, fand ich einige Jahre
später auf einem alten Tee-Clipper, dem 42 Meter Drei-Mast-Gaffel-Schoner
Amphitrite, ebenfalls zum Segeln.
Im Sommer 1983 lernte ich meine Frau beim Surfen in einer Flaute
auf dem Steinhuder Meer kennen. 1996 haben wir die Berliner Jolle Esox
(lat. der Hecht) wieder reaktiviert und mit unseren kleinen Kindern das
Segeln auf dem Steinhuder Meer begonnen. Nach zwei Jahren wurde uns dieses
Boot zu klein, und wir fanden nach einigem Suchen Stromer, einen R-Jollen-Kreuzer
(Reinhard-Kreuzer) oder auch 20er, Eiche massiv, 1956 in Schwerin gebaut.
Noch 1998 erkundeten wir mit Stromer die Inseln Rügen, Hiddensee
und die Boddengewässer von Barth, Zingst, Prerow, Born, Wustrow etc.
1999 machte sich Stromer für vier Wochen auf zum Balaton. Wir genossen
dort Ungarn, den Balaton und seine Häfen.
Da ein fast fünfzig Jahre altes schweres Holz-Segelboot (1500
Kilo) keine weiten Reisen mag, haben wir die letzten Jahre auf dem Steinhuder
Meer verbracht (Neue Moorhütte, Linnekuhls Steg). Im Jahr 2002 suchten
wir einen netten Verein in Steinhude, und Günther Heyer machte uns
auf den SCStM aufmerksam.
Nachdem wir im letzten Jahr den Verein kennen und lieben gelernt haben
(vom Stegaufbau, viele nette Begegnungen, bis zum windigen Stegabbau),
freuen wir uns, dass wir in der diesjährigen Jahreshauptversammlung
als Mitglieder aufgenommen worden sind.
Wir fühlen uns als ganze Familie hier sehr wohl und wollen unsere
ersten Regatta-Erfahrungen vom letzten Jahr (Oldimer-Holzboote und unsere
Vereinsregatta) dieses Jahr wiederholen und mehr Vereinsmitglieder kennen
lernen.“
Michael Müller, geboren am 12. Februar 1957 in Celle, ist technischer
Angestellter: „Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass ich am
Steinhuder Meer wohnen würde mit Boot vor der Tür, hätte
ich ihm wahrscheinlich nicht geglaubt....!
Doch über Umwege hat es mich hierher verschlagen. Es fing alles
mit einer spontanen Idee unter Kollegen an, zusammen einen Motorbootführerschein
zu machen. Daraus wurde schließlich dann der BR-Schein, verbunden
mit einem tollen Schulungstörn unter Männern auf der Ostsee gen
Bornholm. Vielleicht würde ich mich hier heute nicht als Neumitglied
vorstellen, wenn dieser „Urlaub“ nicht so ein Riesenerlebnis gewesen wäre.
Denn danach musste ein Segelboot (Hai 710) her und ein Liegeplatz am Steinhuder
Meer (in Mardorf). Die Segelerfahrungen wurden in Kroatien, auf und um
Elba sowie auf der Ostsee vertieft.
Da die Liebe zum Segeln und zum Meer vor der Haustür immer größer
wurde, haben meine Frau und ich uns entschlossen, ganz hierher zu ziehen.
Mehr oder weniger aus Zufall fanden wir hier im Fischerweg unser neues
Zuhause. Daher war es für uns sehr naheliegend, hier Mitglied zu werden.
Schön, daß wir auch noch eine bekannte Ansprechperson hatten...
Die Clubanlage gefiel uns auf Anhieb. Das Clubleben haben wir dann
in unserem Probejahr kennengelernt und gehören nun auch offiziell
dazu. Jetzt trotzen wir auf der Südseite den Stürmen, genießen
die Sonne und hoffen, daß wir immer eine handbreit Wasser (und keine
Wasserpflanzen) unter dem Kiel haben!!!“
„Mein Name ist Bernd Niermann. Am 29. März 1950 bin ich in Lüdinghausen/Westfalen
geboren. Seit 1982 wohne ich mit meiner Familie in Bad Nenndorf. Während
meines Jura-Studiums in Münster habe ich Interesse am Segelsport gefunden.
Meinen A-Schein erwarb ich 1974 am Aasee. Danach habe ich auf verschiedenen
Binnengewässern meine Kenntnisse vertieft. Ein schönes Erlebnis
war ein einwöchiger Segeltörn auf dem Ijsselmeer.
1974 heiratete ich meine Frau Doris. Hinzu kamen unsere beiden Kinder
Svenja (geb. 1978) und Hendrik (geb. 1981). Aus beruflichen Gründen
zogen wir 1979 nach Hannover, und der Segelsport trat aus Zeitgründen
in den Hintergrund. Gelegentlich hatte ich mir jedoch ein Segelboot gemietet.
Mein jetziges Boot „Atlantik 710“ habe ich von einem Mitglied des aufgelösten
Nachbarclubs gekauft. Es ist mein erstes eigenes Boot.
Meine Familie und ich sind sehr froh über die freundliche Aufnahme.
Wir freuen uns auf eine schöne Zeit.“
9. August Sommerfest
22.-24. August Festliches Wochenende
27. September Absegeln
25./26. Oktober Stegabbau
16. November Grünkohlessen
7. Dezember Nikolausfeier
termine*termine*termine*termine*termine*termine